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Glaswandler

Aus the-schreck.net

(Weitergeleitet von Glaswalker)

Look, a city’s like any other spider web.
There are sticky strands, and there are clean strands.
If you stay on the clean strands you don’t get caught -
and you have a good foothold in case you need to cut something loose

Die High-Tech Wölfe

Die Glaswandler sind einzigartige Werwölfe. Sie haben die angestammten Wege weitgehend gegen ein topmodernes, sich ständig veränderndes Amalgam von Technologie und Schamanismus eingetauscht. Sie ziehen tatsächlich das Stadtleben dem in der Wildnis vor und verteidigen die Krebsgeschwüre als Zentren einer ganz eigenen, lebendigen Ökologie. Selbst wenn die Ökologie oft verletzt wird oder erkrankt, kann man sie wieder heilen, so argumentieren die Glaswandler. Deshalb bezeichnen die anderen Stämme die Wandler oft als Urrah, „Befleckte“, die sich der menschlichen Gesellschaft und den Werten der Menschen angepasst haben – aber die Kinder der Kakerlake sind nicht bereit, auf die Vorzüge der Moderne zu verzichten, nur um ihren Ruf zu retten. Der Name „Glaswandler“ bezieht sich auf die gewaltigen Wolkenkratzer der modernen Welt. Bevor es Städte aus Glas gab, nannte sich der Stamm Eisenreiter, weil er begeistert war von den Zügen und Maschinen der Industriellen Revolution. Davor hießen sie Stadthüter und förderten während der gesamten Antike, des Mittelalters und der Renaissance das Erblühen der Städte. Bevor es überhaupt Städte gab, nannten sie sich Hüter der Menschheit und waren ein Stamm, der sich versammelte, wo es Menschen gab und die nächsten Schritte seiner Vettern beobachtete. Andere sagen, das sei der Beweis dafür, dass der Stamm gar keine eigene Identität besitzt – aber die Identität der Glaswandler besteht in ihrer Anpassungsfähigkeit. Die Faszination für die Errungenschaften der Menschen schlägt sich auch in ihren Stammesbräuchen nieder. Sie kopieren die politischen Strukturen menschlicher Regierungen und Konzerne, bannen Geister in technische Geräte, um Technofetische zu erschaffen und nehmen in ihren Kunstwerken modische Trends und Techniken auf, ja, sie bewahren sogar einen Teil ihrer Stammesüberlieferungen auf schmanisch verschlüsselten Datenträgern auf, statt sich auf mündliche Überlieferung zu verlassen. All das kann ihnen einen dringend benötigten Vorsprung verschaffen – schließlich haben sich die meisten Streitkräfte des Wyrms, auch die Tänzer der Schwarzen Spirale, nicht so gut an die Gegenwart angepasst.

Doch ihre Konzentration auf die Menschheit und ihr Tun hat die Glaswandler in gewisser Hinsicht auch geschwächt. Sie verfügen nur noch über wenige Wolfsblutlinien – einige ihrer Lupus-Kinder empfinden die Gebote des Stammes als zu verwirrend und flüchten sich in die Arme anderer Stämme. Sie behandeln ihre Metis gut, aber die Anzahl von Metis im Stamm verrät ihre allzu menschliche Tendenz, schlechte Entscheidungen in Liebesdingen zu treffen. Sie haben mehr Feinde als die meisten anderen Stämme: In den Städten wimmelt es nur so von Vampiren, die es gar nicht mögen, wenn sich Stadtwerwölfe in ihren Revieren herumtreiben. Glaswandler-Theurgen sind oft überspezialisiert: Sie sind Meister darin, mit den Geistern der Elektrizität und der Weberin umzugehen, haben aber Schwierigkeiten mit den älteren Geistern Gaias oder der Wyldnis. Wenn es den Garou insgesamt schwerfällt, das Gleichgewicht zwischen ihrer wölfischen und ihrer menschlichen Seite zu finden, so sind die Glaswandler ein Beispiel für eine besonders markante Schieflage. Manche sagen, der Stamm laufe Gefahr zu vergessen, dass seine Mitglieder Garou sind. Für manche mag das sogar zutreffen – aber die anderen sind sehr gefährliche Feinde des Wyrms.

Sie gründen Stadtcaerns, die ihren Revieren eine zentrale, organisiere Quelle spiritueller Kraft verleihen. Sie haben die Sabotage zur Kunstform erhoben und Spaß daran, Firmen und Organisationen, die allzu großen Raubbau an Gaias Schöpfungen betreiben, Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Sie haben ausreichend Datenströme verfolgt und belastende Unterlagen gesammelt, um Pentex und seine Aktivitäten besser einschätzen zu können als jeder andere Stamm. Sie kennen das System. Sie wissen, wie man etwas bewegen kann. Auch wenn es Zeit ist, mit modernen Sprengstoffen, Silberkugeln und Antipersonengeschützen gegen den Wyrm vorzugehen, vergessen sie doch niemals, wie man seine Fänge und Klauen einsetzt.

Kinfolk & Territorium

Glaswandler neigen dazu, ihr Kinfolk fast wie „Personal“ zu behandeln, und zwar inklusive aller Subunternehmerverträge und Befehlsstrukturen, die das umfasst. Sie pflanzen sich fast ausschließlich mit Menschen fort, die ihnen ins Auge fallen, es gibt allerdings ein paar geschützte Wolfsrudel, die auf Privatbesitz leben. Naturgemäß liegen ihre Reviere fast immer in Städten und sind üblicherweise in der Nähe eines menschlichen Machtzentrums – sei es ein Konzern, ein Wissenschaftszentrum oder gar eine kriminelle Organisation.

Erscheinungsbild

Glaswandlern fällt es sehr leicht, unter Menschen nicht aufzufallen, doch auch sie umgibt eine raubtierhafte Aura, die sie von Zeit zu Zeit nicht verbergen können. Sie sind für ihre Vorlieben für Moden bekannt und repräsentieren dadurch eine große Bandbreite ab Subkulturen. Innerhalb des Stammes arbeiten wohlhabende Straßenpunks und organisierte Börsenhändler Seite an Seite. Es gibt keine reinblütigen Glaswandler mehr, und ihre Wolfsgestalten sind oft gescheckt, mehrfarbig oder gestromt. Unter den Glaswandlern sind Lupi selten, deshalb ist ihr Blut oft gefährlich dünn.

Stammestotem - Kakerlake

Kakerlake - ist ein Totem des Fortschritts und des Erfolgs. Er ist flink, abgebrüht, ein Überlebenskämpfer und unglaublich anpassungsfähig. Kakerlake ist alt und war schon zugegen als die anderen Totem noch in den Kinderschuhen steckten. Dennoch ist er ein Totem der Neuzeit. Er blickt verstohlen in die Data Streams und surft mit Leichtigkeit auf den elektronischen Verbindungen. Kakerlaken Kinder, besitzen ein Talent im Umgang mit Technik, Wissenschaft oder können alle möglichen Dinge reparieren