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Rote Klauen

Aus the-schreck.net

would rather die than see a world without wolves.
I will gladly kill to prevent it


Die Menschenverachter

Die Garou singen uralte Lieder von der Zeit, da Menschen sich um ihre Lagerfeuer zusammenkauerten und die Fänge in der Nacht fürchteten. In ihrem Geheul bezeichnen die meisten das Impergium als etwas, das es zu bedauern gilt – nicht so die Roten Klauen. Diese wilden Werwölfe behaupten, der einzige Fehler am Impergium sei gewesen, es zu beenden – und dass Gaia ohne den Menschenbefall, der völlig außer Kontrolle geraten ist, nie in so große Gefahr gekommen wäre. Die Roten Klauen verleugnen ihre menschliche Seite fast vollständig: Abgesehen von ein paar Metis besteht der Stamm nur aus Wolfsgeborenen. Ihre Wut, ihr Leid und ihr Hass entstehen daraus, dass sie zusehen mussten, wie ihre Wolfsverwandten immer weniger wurden und die Menschen sich ausbreiteten – schmerzliche Emotionen, die den Stamm definieren. Natürlich sind die Klauen nach wie vor Werwölfe, nicht nur Wölfe – sie sind in der Lage, Werkzeuge zu gebrauchen, zu sprechen und kennen all die komplexen Traditionen der Garou. So sehr die Klauen die Menschen auch hassen, sie bestreiten nicht, dass es manchmal nötig ist, Menschenwerk zu nutzen – nur eine törichte Klaue würde nackt durch eine Stadt wandern, wenn ihre Jagd sie dorthin führt. Aber sie geben sich nur menschlich, wenn es gar nicht anders geht. Ihre innere Organisation entspricht der von Wölfen, sie behandeln ihre Rudel als Familie, in der die Leitwölfe die Vater- und Mutterrolle zugleich einnehmen. Sie kämpfen ständig um die Vorherrschaft im Rudel, um dessen Gesundheit zu erhalten: Der Stärkste muss führen. Sie betonen die Gebote der Litanei, die eindeutig aus der wölfischen Seite der Garou abgeleitet sind (etwa „Der beste Teil der Beute für den Ranghöchsten“). Dass die Klauen fast alles aus der Perspektive der Lupi sehen, ist in mancher Hinsicht zuträglich für die Garou-Nation. In allen anderen Stämmen sind die Wolfsgeborenen eine schwindende Minderheit. Jede Rote Klaue weiß, wie es ist, von der Unmittelbarkeit eines Tiergehirns zur komplexen, halb spirituellen Intelligenz der Garou zu wechseln. Selbst ihre wenigen Metis sind sehr bewandert in den Traditionen der Lupi und beteiligen sich an uralten Riten, auf die keine einzige menschliche Tradition je Einfluss genommen hat. Die Klauen sind ein Mahnmal dafür, dass die Garou ursprünglich zu gleichen Teilen Mensch und Wolf sein sollten, ehe sie vor langer Zeit das Gleichgewicht verloren. Doch auch den Roten Klauen selbst geht es nicht gut. Sie sind ein kleiner Stamm, der sich weigert, sich mit Menschen zu paaren oder Homid-Welpen zu adoptieren. Ihr Hass auf die Menschheit hemmt sie enorm und führt zu Zerwürfnissen mit anderen Stämmen, die zu Recht Angst um ihr menschliches Kinfolk haben. Doch nicht jede Klaue lebt diesen Hass auf die gleiche Art und Weise aus. Manche fordern die komplette Ausrottung der Menschheit, während andere die Auffassung vertreten, man müsse lediglich zu alten Zeiten zurückkehren, in denen es ungefähr genauso viele Menschen wie Wölfe gab. Manche sind unsagbar grausam zu ihrer zweibeinigen Beute; andere bevorzugen schnelle Gnadenstöße und weigern sich, sich auf das Niveau des Feindes herabzulassen und zum Spaß zu töten. Viele Garou befürchten, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis die Roten Klauen dem Wyrm anheimfallen. Manche vertreten sogar die Auffassung, dieser Prozess habe schon begonnen – weil die Gerüchte über mörderische Riten, die an menschlichen Gefangenen durchgeführt werden, im Grunde der Wahrheit entsprechen. Selbst innerhalb des Stammes fragen sich einige Auserwählte des Greifen, ob sie zu weit gehen. Doch für die meisten Roten Klauen ist die Antwort so einfach und klar wie jede Wahrheit für einen Wolf: Sie sind Garou. Der Zorn wurde ihnen verliehen, um einen Krieg zu führen. Sie haben es nur mit einem viel zahlreicheren Feind zu tun, als die anderen Stämme zuzugeben bereit sind.

Erscheinung

Reinblütige Rote Klauen sind oft große Wölfe mit außergewöhnlich scharfen Krallen und rotbraunem Fell. Ungeachtet der Reinblütigkeit hat jede Rote Klaue irgendwo am Körper einen Büschel blut- oder brandroten Fells. Sie nehmen selten menschliche Gestalt an, doch wenn, so sind es meist ungepflegte Menschen mit brennendem Blick und einem Raubtierstarren, die etwas unbeholfen wirken, weil sie es nicht gewohnt sind, auf zwei Beinen zu gehen und sich auf vergleichbar beschränkte Sinnesorgane verlassen zu müssen.

Kinfolk & Territorium

Rote Klauen wachen mit Argusaugen über ihre Wolfsverwandten und überhaupt alle Wölfe, denen sie begegnen. Sie bevorzugen Reviere, die so weit wie möglich von menschlichen Behausungen entfernt liegen, müssen sich aber oft mit Gebieten in der Nähe menschlicher Ansiedelungen zufriedengeben. Sie bemühen sich dann, diese Reviere für Menschen unattraktiv zu machen, und manch ein brachliegendes Stück Land ist der Entstehungsort urbaner Legenden, weil dort Menschen verschwinden sollen – oder sind mit den Gebeinen von Eindringlingen verziert.

Stammestotem

Greif - ist ein Totem animalischer Wut und des Jagdgeschicks. Greif jagt sein Opfer mit den Augen eines Adlers, zerreißt es mit den Klauen eines Löwen und frisst es mit dem Hunger eines Wolfs. Greif ist schnell und wachsam und hat diese Talente an seine Kinder weitergegeben. Ebenso hasst er Menschen, sollte man jedoch seinen Respekt verdient, so ist er ein mächtiger Verbündeter. Rote Klauen paktieren auch mit anderen uralten Geistern wie etwa Säbelzahn und Mammut sowie mit mythischen Geistern wie Simurgh und Sphinx. Das Totem der gefallenen Weißen Heuler, der Löwe, ist nun Teil der Brut des Greifen.