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Knochenbeisser

Aus the-schreck.net

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You see this shit?
This is where the war’s always been at its worst.
This is where the Wyrm kills and twists and fucks up people because it knows nobody cares.
We’re the bastards who’ve been on this battlefield forever.
Remember that.”


Die Überlebenskünstler

Viele verachten die Knochenbeißer als lebenden Beweis dafür wie tief die Garou gesunken sind. Die Kinder der Ratte sind zerlumpt und glücklos, jagen in Revieren, die kein anderer Stamm will und paaren sich mit Kinfolk, auf das kein anderer Stamm Anspruch erhebt, sie wirken wie aasfressende Promenadenmischungen, die so viele Verstoßene aufnehmen wie sie nur können. Die Knochenbeißer sehen das ganz anders. Sie sind der größte Stamm der Garou-Nation. Sie geben kein Bild des Versagens ab – sie sind ein Musterbeispiel für Erfolg, denn sie spielen das Spiel des Überlebens. Die eigentlichen Ursprünge des Stammes liegen vermutlich irgendwo in einem Streifen Land zwischen Nordafrika und Indien, doch die Beißer haben schon lange aufgehört sich über so etwas Gedanken zu machen. Sie haben die Völkerwanderungen der Menschheit mitgemacht und sich dabei immer an die Elenden und Unterdrückten gehängt. Ihre mündliche Überlieferung ist voller revolutionärer Geschichten von Ausgebeuteten, die sich gegen ihre Schinder zur Wehr setzten und sie zu Fall brachten. Die Volkshelden der Knochenbeißer sind Gestalten wie Robin Hood und John Henry – allerdings mit etwas mehr tierhafter Brutalität, wenn es darum geht, Vergeltung und soziale Gerechtigkeit zu üben. Der Ruf des Stammes als Ansammlung von Bastarden wird noch gestützt durch seine scheinbar wirren Traditionen. Seine Septen sind üblicherweise überraschend demokratisch strukturiert. Ihre Fetische und Riten klauen sie sich von Gaia weiß wo zusammen. Sie stimmen bizarre Totems wie moderne urbane Legenden oder seltsame Zeitgeister der Popkultur gnädig. Die Beißer gehen seltsame Bündnisse mit anderen Übernatürlichen ein, die im Bodensatz der menschlichen Gesellschaft lauern, manchmal sogar mit Egeln oder Werratten, wenn man den Geschichten Glauben schenken darf. Sie blühen und gedeihen in den Städten, was sie zu "Urrah" - Befleckten - in den Augen anderer Garou macht. Sie machen sich in zerfallenden Vorstadtbrachen breit, kommen aber auch in heruntergekommenen ländlichen Einöden gut zurecht. Das Credo der Knochenbeißer lautet: "Irgendwas geht immer."

Bisher traf das auch zu. Die Kinder der Ratte haben Zugang zu allerlei interessanten Geheimnissen, weil sie Leute belauschen, die andere Garou als Teil der Herde abtun. Sie haben sich eine Reihe heimtückischer Guerillataktiken angeeignet, die gut zu ihren gefährlichen Lebensumständen passen. Sie wissen, wie man sich Nahrung beschafft oder gar aus dem Müll beschwört. Die größte Schwäche der Beißer ist es, dass die anderen Stämme dazu neigen, sie auf Armeslänge zu halten, weswegen sie nur wenige wahre Verbündete haben. Doch selbst diese Schwäche hat zu ihrer größten Stärke beigetragen, ihrer erzwungenen Autarkie. Eine weitere unschöne Schwäche ist das immer dünner werdende Wolfsblut. Die Knochenbeißer verfügen über Lupus-Kinfolk, aber es sind nicht viele, und sie pflanzen sich hauptsächlich mit menschlichen Partnern fort. Sie verfügen auch über haufenweise Metis, was, wie ihre Gegner behaupten, ihren mangelnden Respekt für die Litanei beweist. Das ist nicht ganz falsch – viele Knochenbeißer haben sich verbotenen Lüsten hingegeben -, doch die Beißer adoptieren auch fleißig. Viele Metis wurden von ihren zu anderen Stämmen gehörenden Eltern ausgesetzt und sind heute brave Soldaten der Ratte. Doch den Knochenbeißern geht Pragmatismus nicht über Ruf. Ehre, Weisheit und Ruhm sind ihnen wichtig, und auch wenn andere Stämme bösartig etwas Anderes behaupten, sind sie nicht alle Ragabashs. Zugegeben, selbst bei diesen höheren Idealen schimmert ihr anarchistisches Wesen durch. Ein ehrenwerter Philodox der Knochenbeißer scheut nicht davor zurück, Gesetze unorthodox auszulegen. Gleichermaßen könnte man einen weisen Theurgen irrtümlich für einen schmutzigen Obdachlosen halten, der etwas über die Stimmen des Mülls und der Verzweiflung vor sich hinmurmelt. Auch wenn sie vielleicht Schreine für vergessene Promis errichten oder heilige Riten abhalten, die mit Sportveranstaltungen der Menschen wie dem Super Bowl oder dem Fußball-Wam-Endspiel zu tun haben, bewahren die Knochenbeißer im Herzen eifrig einige sehr alte Traditionen. Sie messen einen Garou an seiner Gastfreundschaft und Großzügigkeit – ein Beißer, der sehr wenig hat, aber es bereitwillig teilt, wird ebenso hoch geschätzt wie ein nordischer König, der große Geschenke macht. Sie behandeln ihren Stamm wie eine Familie; ihre Ältesten betrachten "Mutter" und "Vater" als ehrenhafteste aller Anreden. Oberflächlich wirken ihre Traditionen wie ein Abbild des kulturellen Flickenteppichs der modernen Kultur – doch im Herzen stehen sie für die Bande, die es Menschen und Garou gestattet haben, so lange zu überleben.

Erscheinungsbild

Knochenbeißer wandern auf den Straßen der Großstätte als Bummler, Industriearbeiter und arbeitslose Schulabbrecher. Sie sind die Unterschicht der Garou und Menschengesellschaft, die Arbeiterklasse, das was im Marxismus als Proletariat bekannt war. Selbst in Homid erscheinen sie oft räudig und wild. Das Erscheinungsbild der Knochenbeißer als Wölfe ist räudig, oft eine wirre Mischung aus Farben und Flecken. Manche von ihnen gehen oft als Streuner oder verlorene Köter durch, aber jeder Mensch kann die schweigende Wut und den Schmerz instinktiv spüren, der von dem Knochenbeißer ausgeht. Obwohl einige von ihnen, sich mit Straßenhunden gepaart haben um merkwürdige Hybriden zu erschaffen, geht ein Knochenbeißer niemals als etwas anderes durch, als ein wildes und gefährliches Tier, das mehr Wolf als Hund ist. Ihre Garougaben machen sie im Vergleich zu verarmten Menschen überraschend gesund: Die meisten haben gute (wenn auch schiefe) Zähne und unter der Schmutzschicht drahtige Muskeln.


Kinfolk & Territorium

Die Kinder der Ratte haben sich mit den gerissensten, härtesten und fiesesten Typen gekreuzt, die in der Gesellschaft der Menschen unter die Räder gekommen waren. Lupus-Kinfolk ist selten und lebt meist in ertragsarmen ländlichen Gegenden. Außerdem beanspruchen die Beißer Reviere für sich, die man ihnen nur schwer streitig machen kann – Orte, die sonst keiner will, die aber gut zu verteidigen sind. Der Verfall der Städte bietet ihnen jede Menge Schrottplätze, leerstehende Gebäude, Unterführungen, ausgebrannte Ruinen und andere Flächen, die jeder meidet, der alle Tassen im Schrank hat. Ländliche Beißer bevorzugen abgelegene Täler oder Berggipfel, Sümpfe und Straßen, die einfach irgendwo im Wald enden. Doch der Stamm fühlt sich auch für Einrichtungen verantwortlich, die dafür sorgen wollen, dass es dem kleinen Mann auf der Straße besser geht: Museen, Obdachlosenunterkünfte, Leihbüchereien und dergleichen.

Stammestotem

Ratte - Leise, schnell und listig. Ratte ist ein Meister der Guerilla-Kriegsführung und des Überlebens und weiß, dass viele kleine Gegner einen einzelnen Übermächtigen niederstrecken könne. Viele der anderen Stämme halten Ratten für kleine, schwache Wesen, die sich verstecken und verkriechen, für die Knochenbeißer ist Ratte jedoch ein mächtiges Kriegstotem. Ratte selbst besitzt zwei Aspekte. Vater Ratte, der seine Zähne fletscht und seine Klauen in seine Feinde schlägt und seinen Kinder beibringt wie man kämpft und sich lautlos unter seine Feinde schleicht und Mutter Ratte. Sie beschützt ihre Kinder, kümmert sich um diese und hilft ihnen zu überleben. Und manchmal nimmt Ratte auch die Form des Ratten Gottes an. Ein wildes, schreiendes Biest mit Schaum vor dem Mund, das seine Kinder ruft um die Feinde von Mutter Gaia auszurotten. Sie gehen auch Pakte mit schmuddeligen Geistern wie etwa Waschbärgeistern, den Geistern streunender Hunde und denen von Schrott und Rost ein.